Schlafphasenwecker im Test

Schlafphasenwecker von aXobo

Schlafphasenwecker für Morgenmuffel
(Hier: aXbo Single White)

Für alle Morgenmuffel unter uns könnte der Schlafphasenwecker ein echte Bereicherung sein. Der intelligente Wecker erkennt, wann wir uns in einer leichten Schlafphase befinden und weckt uns innerhalb eines voreingestellten Zeitfensters auf. Durch die Rücksichtnahme auf unseren individuellen Biorhythmus wird das Aufstehen angenehmer.

Kurz zum Hintergrund: Während wir schlafen, durchlaufen wir in regelmäßigen Abständen drei verschiedene Schlafphasen. Alle 90 Minuten befinden wir uns nacheinander in der Leichtschlafphase, Tiefschlafphase und einer kurzen REM-Phase.

Während der REM-Phase (Rapid Eye Movement), auch Traumphase genannt, befinden wir uns in einem Zustand, in dem das Gehirn aktiver ist und sowohl Blutdruck als auch Puls deutlich ansteigen. Die Funktionen unseres Körpers sind fast so, als wenn wir wach wären, mit dem Unterschied, dass wir es nicht bewusst wahrnehmen.

 

Funktionsweise der Schlafphasenwecker

Der Schlafphasenwecker macht sich die kurzen Zeitschlitze der REM-Phase (ca. 5-20 Minuten alle 90 Minuten) und die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen zu Nutze. Anders als ein normaler Wecker, der uns erbarmungslos aus dem Tiefschlaf reißen kann, findet der Schlafphasenwecker den optimalen Zeitpunkt, um uns aufzuwecken.

Der Schlafphasenwecker hat keinen festen Zeitpunkt für den Alarm, sondern einen Zeitraum von 30-90 Minuten vor der spätesten Zeit zum Aufstehen, in der er unseren “Fast-Wach-Moment” erkennt und dann den Alarm ertönen lässt oder vibriert. Sollte der Schlafphasenwecker keine REM-Phase in dem eingestellten Zeitraum erkennen, dann bimmelt er am Ende des gewünschten Zeitraums.

Der österreichische Hersteller aXbo erklärt die Funktionsweise von Schlafphasenweckern in einem kurzen Video.

Arten von Schlafphasenweckern

Es gibt im Grunde zwei verschiedene Arten von “echten” Schlafphasenweckern. Die einen messen physische Bewegungen und andere die Gehirnströme während des Schlafs. Letztere sind für den privaten Gebrauch nicht besonders praktisch da Sensoren zur Messung der Gehirnaktivität am Kopf angebracht werden müssen. Durch diese Einschränkung eignen sich diese Schlafphasenwecker eher für Forschungszwecke.

Einfacher ist es, unsere Bewegungen während der Nacht zu messen. Diese Technik nutzt die andere Art von Schlafphasenweckern, die sich für den privaten Gebrauch wunderbar eignen. Mit Hilfe von angenehm zu tragenden Armbändern, Uhren oder anderen Bewegungsmessern erkennt das Gerät in welcher Schlafphase wir uns befinden.

Da wir uns in der Tiefschlafphase fast gar nicht rühren, jedoch besonders in der REM-Schlafphase oft drehen und wälzen ist es für den Schlafphasenwecker relativ einfach zu bestimmen, wann und für wie lange wir uns in welcher Schlafphase befinden. Der große Unterschied bei den Schlafphasenweckern liegt in der Genauigkeit der Messungen.

Kostengünstige Alternative für Schlafphasenwecker

Eine oft kostenlose oder zumindest kostengünstige Alternative zu den teuren Schlafphasenweckern sind Apps für das Smartphone. Diese messen unsere Bewegung während der Nacht über eingebaute Sensoren und werten die Informationen aus, um uns am Morgen sanft aufzuwecken.

Ein Nachteil dieser Apps ist jedoch die fehlende Präzision bei der Messung der Schlafphasen, was bei einem Test bestätigt wurde. Wer jedoch nicht sofort viel Geld für einen Schlafphasenwecker ausgeben möchte, der sollte zunächst eine der kostenlosen Apps, z.B. von SleepBot, ausprobieren.

Schlafphasenwecker im Test

Es gibt im Grunde zwei renommierte Hersteller von Schlafphasenweckern, namentlich Sleeptracker und aXbo. Ein dritter Anbieter, Lark, hat sich auf Software und dazugehörige Sensoren für iOS Geräte (iPhone, iPad, iPod) spezialisiert.

Alle unten vorgestellten Schlafphasenwecker bewegen sich in einem Rahmen von 150 bis 200 Euro. Für weniger Geld gibt es derzeit noch keine Wecker, die genaue Messergebnisse liefern und damit den gleichen Effekt haben.

Wenn Sie sich dazu entscheiden, einen Schlafphasenwecker zu kaufen, dann sollten Sie auf einige Unterschiede achten. Die wenigen verfügbaren Optionen unterscheiden sich hauptsächlich in der Anzahl der Sensoren (1 oder 2 für Paare), dem Messinstrument, der Länge des Weckzeitfensters und dem Alarmtyp (Geräusch oder Vibration). Besonders wenn Sie nicht alleine sind, dann bieten sich Schlafphasenwecker mit 2 Sensoren oder mit Vibrationsalarm an, um den Partner nicht aufzuwecken.

Ein wichtiger Bestandteil des Schlafphasenweckers ist außerdem die dazugehörige Auswertungssoftware. Damit können Sie nicht nur die Schlafgewohnheiten der vergangenen Nächte ansehen, sondern erhalten auch Vorschläge für optimale Zeiten zum Schlafengehen und Aufstehen.

Die Schlafphasenwecker von aXbo und Sleeptracker werden per USB-Kabel mit dem Computer (Mac und PC) verbunden und die Daten automatisch in die kostenlose Auswertungssoftware eingespeist. Bei dem Armband von Lark werden die Daten automatisch per Bluetooth an iPhone, iPad oder iPod übertragen, wo sie dann in einer kostenlosen App zum Abruf und zur Analyse bereit stehen.